Die hier vorgestellten Inseln sollen nur als Vorschlag/Richtlinie gelten, wir segeln auch in anderen Mittelmeerregionen bis runter nach Sizilien.

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Porto Santo Stefano und Porto Ercole
Porto Santo Stefano ist ein malerischer Hafen an der Nordseite der Halbinsel Argentario in der Toscana.
Es ist der ideale Ausgangshafen für Törns nach Elba sowie im gesamten toskanischen Archipel und vielleicht auch weiter nach Korsika oder Sardinien.

Porto Santo Stefano ist die Ausgangsbasis für alle unsere Aktivitäten.
Porto Santo Stefano ist Landschaftlich sehr reizvoll gelegen und bietet allen Anlegern hervorragende Versorgungsmöglichkeiten.

Die Toskanische Küste hat Ihren besonderen Reiz in Ihrer Unerschlossenheit. Ganz im Süden liegt der Monte Argentario mit den schönsten Stränden und Buchten, der von den Fischerstädtchen Porto Ercole und Porto San Stephano eingerahmt wird.

Elba
ist 27 km lang und bis zu 18,5 km breit. Sie besteht im wesentlichen aus Granit und Prophyr und birgt in ihrem östlichen Teil hochwertige Erzvorkommen. Noch heute bilden die Eisenerzgruben neben dem Fang von Thunfisch und Sardellen den wichtigsten Erwerbszweig für die Bewohner.

Das Klima ist milde und ausgeglichen, die Landschaft ist ausgesprochen reizvoll und lädt zu vielfältigen sportlichen Aktivitäten ein. Beherrschender Blickfang der Insel ist die Burg Volterraio.
Der Hauptort der Insel ist Portoferraio, der "Eisenhafen". Portoferraio hat knapp 12.000 Einwohner.
In der dortigen Misericordia-Kirche wird alljähhrlich eine sogenannte Seelenmesse für Napoleon gelesen. Im Innern der Kirche befindet sich ein Bronceabguß der Totenmaske des Bonaparte. 6 km südwestlich von Portoferraio steht die Villa Napoleone, dem einstigen Sommersitz des Herrschers.

Napoleon wird bekanntlich im Jahre 1814, als die Verbündeten nun auch gegen Paris ziehen, von der provisorischen Talleyrand-Regierung abgesetzt und nach Elba verbannt. Ludwig VIII. besteigt den Thron, doch ein Jahr später kehrt Napoloen überraschend zurück, um die geschichtsträchtige "100-Tage-Herrschaft" zu beginnen...

Korsika
"ALLES BÖSE KOMMT ÜBER'S MEER", so beginnt ein Reisehandbuch mit einem Abriß über die Geschichte dieser Insel.
Kaum jemandem ist bewußt, daß er mit Korsika eines der geschichtlich interessantesten Gebiete Europas besucht.
Dieses Gebiet war während der Steinzeit und im späten Mittelalter der Entwicklung manches Festlandes weit voraus.
Gefundene Werkzeuge aus bearbeitetem Stein deuten auf menschliches Leben während der Altsteinzeit vor weit über 40.000 Jahren hin.

Die korsische Küste ist ein ideales Revier für Segler. An die 1000 km Küstenlinie und kleine, oft unbewohnte Inselchen, verleihen jedem Törn einen besonderen Reiz. Die Häfen liegen meist eine bequeme Tagesetappe von ca. 20 Seemeilen voneinander entfernt. Dazwischen laden viele Ankerbuchten zum Verweilen ein.

Besonders faszinierend sind das Cap Corso und die Westküste mit ihren schroffen, hochragenden Felsklippen. An der Südküste lassen sich viele Buchten nur mit einem Boot erreichen. Die Straße von Bonifacio erfordert wegen der vielen Untiefen gute Navigationskenntnisse. Nicht zu unterschätzen sind die durch die Düsenwirkung verstärkten Westwinde und eine meistens nach Osten ausgerichtete Strömung.

Der wichtigste Hafen an der Ostküste ist Port de Bastia, welcher sehr gut ausgestattet ist. Auf dem Teppich eines Antichambre - da offensichtlich zu früh geboren - kam im Jahre 1769 Napoleon zur Welt.
Dieses Zur-Welt-Kommen war auch schon sein einziges "Verdienst" für Korsika. Napoleon hat den Korsen stets den Rücken zugekehrt, und schon gar nicht war er ein "Rächer seines Volkes". Aber die heutige Tourismus-Branche versteht es gut, mit dem Kaiser Geld zu machen.

Heute leben auf der Insel knapp 300.000 Einwohner, davon sind ca. 50% Korsen, die anderen sind Franzosen.
Capraia
ist eine kleine Insel des toskanischen Archipel, nördlich der Insel Elba und östlich von Capo Corso.
Sie liegt näher bei Capo Corso als beim italienischen Festland.
Capraia ist etwa 19 qkm groß und wird charakterisiert durch eine wilde, natürliche Vegetation, die vom Menschen kaum verändert wurde.
Eine Berglandschaft erhebt sich bis zu 400 m Höhe.
Die Insel unterscheidet sich durch zwei verschiedene Abhänge: gen Westen , felsig mit schroffen Abhängen, die oft Grotten und Schluchten verbergen und gen Osten, wo der Berghang mit Tälern bedeckt ist.
Hier in Meeresnähe eröffnen sich malerische Buchten.
Der bewohnte Teil der Insel grenzt an den Hafen und an die höher liegende Landzunge, wo das eigentliche Städtchen Capraia steht. Der übrige Teil der Insel ist unbewohnt. Vom Ort aus führt ein Fußweg ins Landesinnere. Hier sind herrliche Ausflüge zu Fuß möglich, beispielsweise bis zur Qelle ("fontanelle"), um sich zu erfrischen oder bis zur Ampel ("semaforo"), wo ein Fensterähnlicher Felsausblick die gegenüber liegende Insel Korsika in ihrer vollen Schönheit zeigt.
Die einzigartige Schönheit der Insel erschliesst sich in voller Pracht vom Boot aus.
So sehen wir am besten die romantischen Buchten und die alten Wachtürme, in denen heute Möwen nisten. Besonders schön ist die "Cala Rossa", ein Überrest eines Felsenkraters, rot wie Feuer. Ein Tauchen oder Schnorcheln an diesem Ort lässt uns eine vielfältige und üppige Wasser-Flora und Fauna erleben.
Montecristo
ist nicht größer als 10 qkm und besteht fast ausschließlich aus Granit.

Die höchste Erhebung mißt 645 m. Die Insel steht seit 1971 unter Naturschutz.
Zugvögel machen hier Station, es gibt wilde Ziegen und Muflone.

Hier leben drei (!) Anwohner (der Wärter mit Frau und Kind), sie werden einmal wöchentlich von Marina di Campo aus versorgt.
Der Wärter hat u.a. die Aufgabe, die etwa 1.ooo jährlichen Besucher über die Insel zu führen, die nach einer etwa 3 jährigen Wartezeit die Genehmigung zum Besuch erhalten haben.
Es gibt keinen Hafen und keinen Strand. Die Felsen fallen senkrecht ins Meer. Ein Bootssteg dient zum Anlegen. Spuren menschlichen Lebens gibt es seit dem 6. Jahrhundert. Damals hatten sich Mönche hierher geflüchtet. Später diente die Insel wiederum als Fluchtort für die von nordafrikanischen Piraten verfolgten christlichen Mittelmeerbewohner.

Weltweit berühmt wurde das Eiland durch Alexandre Dumas' Roman "Der Graf von Montecristo", der ihr bis heute etwas Sagenumwobenes verleiht.

Montecristo ist zu 100% Nationalpark der Zone A, der schärfsten Einstufung. Es dürfen keinerlei Änderungen am Erscheinungsbild der Insel vorgenommen werden. Gäste dürfen die Insel nur zu Fuß und mit Führer besuchen. Nicht erlaubt sind Fischfang, Ankern und Schwimmen.

Giglio
Hektik und Eile sind hier Fremdwörter. Selbst die Uhren scheinen langsamer zu gehen.

Die Insel Giglio liegt im Tyrrhenischen Meer und ist nach Elba mit rund 21 qkm die zweitgrößte der toskanischen Inseln. Sie befindet sich etwa 150 km nord-westlich von Rom und erstreckt sich westlich der Halbinsel Argentario, von der sie nur durch eine 13 km breite Meeresenge getrennt ist. Der Küstenumfang der Insel beträgt 28 km.

Die gebirgige Insel besteht teilweise aus Kalkgestein, hauptsächlich aber aus Granit und wird längs der NW-SO-Achse von einem Bergrücken durchzogen, der sich an seinem höchsten Punkt auf 498 m erhebt.
Bis auf wenige Buchten fallen die Küsten steil ins Meer ab.
Die rund 1700 Einwohner verteilen sich auf drei Inseldörfer:
  • Giglio Porto- ein pittoresker, typisch italienischer Hafen
  • Castello, ein mittelalterliches Bergdorf
  • Campese, ein touristisch geprägter Badeort.

Wenige Kilometer befestigter Straße verbinden die drei Ortschaften miteinander, doch auch ohne eigenes Auto ist die Fortbewegung mit öffentlichen Verkehrsmitteln möglich.

Bei guten Sichtverhältnissen kann man von Castello am Horizont in allen Himmelrichtungen die anderen Inseln des toskanischen Archpels sowie das Festland erkennen. Im Nordwesten liegt Elba, im Südwesten erhebt sich Montecristo und dahinter, mit ein wenig Glück abends bei Sonnenuntergang zu sehen, Korsika. Im Südosten befindet sich Giannutri, das man in knapp einer Stunde Bootsfahrt bei gutem Wetter leicht erreichen kann. Im Osten liegt die Halbinsel Argentario, von der aus die Fährschiffe ab Porto Santo Stefano nach Giglio ablegen.
Das Klima ist typisch mediteran. Allerdings gibt es deutliche Unterschiede zwischen der Küstenzone und dem Inneren der Insel. Vor allem in den Wintermonaten und im Frühjahr ist das Bergdorf Castello häufig von Wolken und Nebel eingehüllt, während in Porto und Campese die Sonne scheint.

Giannutri
hat die Form eines Halbmondes. Diese überaus winzige und in Atlanten kaum auffällige Insel erstreckt sich über 260 Hektar, das sind nicht einmal 3 qkm.
Sie ist die südlichste Insel des Archipel der Toskana.
Giannutrie gehört zur Kommune der Insel Giglio. Morphologisch ist Giannutri durch drei Höhen charakterisiert: Capel Rosso, Monte Mario, Poggio del Cannone.

Die Küste ist zerklüftet und felsig und wird nur von zwei Stränden unterbrochen. Das sind die Buchten Cala della Spalmatoio im Nordosten und Cala Maestra im Nordwesten. Entlang der Küste finden wir zahlreiche interessante Höhlen. Die bekannteste ist die Grotte "Gala dei Grottoni" im südlichsten Inselbereich.

Das Klima ist im Winter besonders mild, was tropische Pflanzen wie Euphorbia, Palmen und wilde Orchideen gedeihen läßt. Im Sommer hingegen wehen hier angenehme laue Winde. Die Artemisie-Pflanze (für die Griechen) und Dianium (für die Römer), bedeutete eine wichtige Rolle für den Seeverkehr im 3. und 2. Jahrhundert v.u.Z. Das bezeugen einige Gegenstände aus Obsidian, einem glasigen Gestein, welches seinen Ursprung auf den Inseln Lipari, Sardinien und Palmarola hat.
Zur Römerzeit war die Insel Giannutri im Besitz der Familie Enobarbi, die dort eine mit kostbarem Marmor getäfelte, zauberhafte Villa erbaute, deren Reste noch heute sichtbar sind und die den hauptsächlichen Anziehungspunkt der Insel bildet. Giannutri hat z.Z. sieben feste Anwohner und bietet im Sommer 600 .. 700 Übernachtungen pro Tag. Hierfür gibt es 150 private Villen und 150 Mietferienwohnungen. Im Sommer verkehrt tägliche eine Fähre von Porto S. Stefano und Giglio, im Winter nur dreimal wöchentlich. Die Insel bietet lediglich eine Felsküste, und sie ist ein Paradies für Taucher. Die Tauchtiefen betragen in der Regel zwischen 15 und 35 Meter. Es gibt auf der Insel kein eigenes Trinkwasser, sondern dieses lebensnotwendige Naß wird per Schiff auf die Insel gebracht. Für einen qqm Wasser zahlt man umgerechnet ca. 28,- €.

Aktualisiert: 31. Juli 2009 14:01 Uhr