Wir segeln von Martinique (Karibik) in's Mittelmeer- Freya (Bavaria 44) (Beendet)
Wir segeln von Porto S. Stefano in Richtung Karibik (27.10. - ca. 10.12.2006)- Freya (Bavaria 44) (Beendet)
  
Wir segeln von Martinique (Karibik) in's Mittelmeer (Beendet)

Boot: Freya (Bavaria 44)
Skipper: Hartmut Schädlich

Wir segeln von Martinique (Karibik) in's Mittelmeer,
mit Zwischenstops auf Gibraltar u. dann nach Porto S. Stefano.
Start am 27.03.2007
 
 


Gibraltar geschafft (26.04.2007 21:00 Uhr)

36° 33' 00'' N 04° 36' 00'' W
Gibraltar

26.04.07 21 Uhr

Nach unsere Abreise von Madeira konnten wir uns leider nicht mehr melden, weil die Karte vom Sat.Telefon abgelaufen war. Dabei war gerade diese Strecke noch mal spannend. Während des Auslaufens ging der Motorarlarm an. Es stellte sich heraus, dass der erst ein paar Wochen alte Impeller defekt war. Die erforderliche kurze Ankerpause nutzten einige Crewmitglieder zu einem Bad. Als Ursache für den defekten Impeller entdeckte ich ein Schlauchleck an einer Schelle, direkt an der Wasserpumpe. Nach einer knappen Stunde ging es dann endlich, unter idealen Windbedingungen, dem Mittelmeer entgegen.

Für die restlichen 650 sm rechnete ich mit max. fünf Tagen Segelzeit. Während der ersten Flaute stellte sich heraus, dass der Impeller wieder defekt war. Jetzt waren wir wieder ein reines Segelschiff. Um dennoch im Notfall einen Motor zur Verfügung zu haben, habe ich als erstes die Bilgenpumpe in den Seewasserkreislauf, mittels Gardenasteckverbindungen und einer Colaflasche eingebunden. Das hat auch hervorragend funktioniert, allerdings nur etwa 15 Minuten, dann ging die Pumpe nicht mehr. Als nächstes haben wir dann, nach einer Idee von Thomas, die Toilettenpumpe angeschlossen. Das war zwar sehr anstrengend, aber es ermöglichte uns im starken Schiffsverkehr von Gibraltar ein problemloses Einlaufen. Die letzte Etappe war die vielleicht schönste Segeletappe des ruhigen Atlantiktörns. Am Eingang der Straße von Gibraltar hatten wir ein Schule von Schwertwalen ( Orkas )am Boot und wie bestellt segelten wir, raumschots unter Parasailor, mit 10 kn durch die Straße von Gibraltar.

Nach unserem glücklichem Reiseende möchte ich noch ein paar Worte zur Crew sagen. Auf einer so langen Reise ist das Leben auf engstem Raum nicht so einfach. Dennoch gab es keinerlei Probleme innerhalb der Crew. Vielleicht lag dies auch an einer glücklichen Zusammenstellung der verschiedenen Charaktere. Allen voran Co-Skipper Thomes. Wirklich immer gute Laune verspühend, konnte er das Cockpit stundenlang unterhalten. Zusammen mit Marius unserem guten Geist und Steffen unsere Fullprass, bildeten sie das Herz unsere guten Küche. Auch Martin und Mathias waren immer angenehmste Mitsegler, wobei es Martin besonders schwer mit uns Deutschen hatte. Doch Martin meisterte die Reise mit einer beneidenswerten Geduld und Liebenswürtigkeit. In Gibraltar konnte er jedoch seine besondere Freude, wieder mal Engländer zu treffen ,verständlicherweise nicht verbergen. Ich hoffe die gute Zeit bleibt allen und insbesondere auch Monika in Erinnerung. Ja zu Monika kann ich nur sagen, dass ich ihren Mut bewundere. Immerhin hat sie sich auf eine Reise mit lauter Männern unter einfachsten Lebensbedingungen getraut. Ich hoffe, ihr hat es auch ein wenig gefallen und wünsche Monika und Martin viel Glück und Freude auf ihrem künftigem Schiff.

Liebe Moni, am besten Du machst dort den Skipper , du hast ja gesehen, was ein Skipper den ganzen Tag macht, nämlich NICHTS.

Liebe Moni, lieber Martin, lieber Steffen, lieber Mathias, lieber Marius und lieber Thomasalles Liebe und immer eine Handbreit unterm Kiel wünscht Euch

Hardy


Landfall auf Madeira (19.04.2007 16:00 Uhr)

32° 38' 50'' N 16° 54' 34'' W
Temp. 24 C
Wind 6 Bft. SW

Nach einer herrlichen Rauschefahrt sind wir jetzt, 16 Uhr Ortszeit in der Marina Funchal mit 9-10 Kn aufgeschlagen.
Damit haben wir den Hauptteil unser Atlantikueberquerung abgeschlossen.
Morgen Mittag wollen wir die letzten 650 Meilen bis Malaga in Angriff nehmen. Das Wetter ist vielversprechend.

Wir sind alle guter Dinge. Alle auch Steffen, der natürlich keinen Bandwurm hat, freuen sich auf die letzte Etappe.
Steffen wurde zum Schiffsbäcker befördert.
Seine Brotqualität ist mittlerweile so gut geworden, dass wir auf den Kauf von fertigem Brot in Madeira verzichten und lieber selber backen.

Da wir alle an Land wollen ist der Liveticker heute stark gekürzt. Wir melden uns spätestens wieder in Malaga.
Bis dahin

Grüsse an die Heimat von

Monika, Steffen, Marius, Thomas, Mathias, Martin und Hardy


Skippergedanken, zum Freitag den 13. (13.04.2007 18:00 Uhr)

30° 01' 00'' N 31° 45' 00'' W
Luftdruck: 1022hPa
Temp.:23°C
Wind:SW 5-6 Bft.

So langsam nähern wir uns, an einem herrlichem Segeltag, dem gutem altem Europa.
Bis Madeira sind es nur noch etwa 750 sm. Nächsten Mittwoch sind wir voraussichtlich in Funchal. Dann waren wir über 20 Tage unterwegs und haben über dreitausend Meilen Fahrt durch Wasser zurückgelegt. Von Funchal aus müssen wir dann noch etwa sechshundert Meilen segeln und schon sind wir wieder in Malaga.

Viele Menschen können nicht verstehen, wie man es freiwillig eine so lange Zeit auf dem Wasser aushalten kann. Für mich ist das kein Problem, denn abgesehen davon, dass ich dies aus beruflichen Gründen machen möchte, macht es mir Spaß.
Meine Situation ist doch ganz einfach: Ich komme beispielsweise in der Karibik an. Nach ein zwei Tagen trifft die Crew ein. Jetzt kommt für mich eigentlich die schwierigste Phase, das Kennenlernen. In dieser Phase muss ich mich unheimlich verstellen, ich muss den netten Onkel rauskehren. Denn falls ich die Mitsegler zu sehr einschüchtern würde, desertieren sie schon vor Beginn der Reise.
So gut wie möglich nehme ich den Ankömmlingen ihre erste Angst und stelle den ganzen Törn als das Schönste, was einem in seinem Seglerleben passieren kann, dar (ha,ha).
Wenn wir dann erst einmal unterwegs sind, kann ich mich wieder ganz normal geben, es kann ja keiner mehr verschwinden. Die ersten paar Tage sind dann für mich immer sehr hart, weil aus nachvollziehbaren Gründen die Küche kalt bleibt und ich mich mit Müssli durchs Leben schlagen muss. Aber plötzlich erwachen alle zu neuem Leben und übertreffen sich beim Zubereiten der Mahlzeiten.

Jetzt beginnt für mich eine Zeit, die den Vorstellungen vom Paradies recht nahe kommt. An Bord wird gekocht, gegessen, gesegelt und geschlafen. Dann beginnt alles wieder von vorne und das Schönste ist, ich brauche dabei keinen Handschlag zu machen. Gelegenlich ein kleiner Hinweis und alles läuft wie geschmiert. Auf dieser Reise, ist die Harmonie nicht mehr zu übertreffen. Momentan kochen Thomas und Monika selbstgemachte Pommes mit norddeutscher Currywurst und Kirmeschampions.
Überhaupt muss man sagen, dass Thomas und Marius eine hervorragende Schiffskochausbildung in Ihrem Schiffskochclub Segelkameradschaft Hochlar genossen haben. Sicherheitshalber haben die zu Hause gebliebenen Kameraden ein Proviantpaket als eiserne Reserve mitgegeben. Eigentlich wollen die Hochlarer kein Kochclub, sondern eine segelnde Kameradschaft sein. Doch sie haben noch nicht einmal einen Stander und ohne Stander sind sie eben nur ein Kochclub, aber dafür ein sehr guter. Leider bringt mich der fehlende Stander in Schwierigkeiten.
Von der Qualifikation her müßte ich Thomas oder Marius zum Co-Skipper ernennen, doch
leider geht das nicht oder hat man je gehört, dass ein Koch Co-Skipper ist?
Nun könnte man meinen, immer auf dem Schiff bei der ewigen Schaukelei, vielleicht gibt es auf so einer langen Reise auch noch ausufernde zwischenmenschliche Probleme und dann noch von Familie und Freunden getrennt, das ist sehr schwierig. Das mag gelegentlich schon zutreffen, aber auch das Paradies ist leider nicht immer perfekt.
Momentan ist jedenfalls alles bestens und diese schöne Reise mit einer wirklich guten Crew, kann mir keiner mehr nehmen.
Die Crew ist gesund und munter und wird, dank unserer Schiffköche, immer fetter. Ihr braucht euch also keine Sorgen zu machen.

Hardy


Ostermontag (09.04.2007 18:00 Uhr)

27° 48' 00'' N 41° 58' 00'' W
Montag, den 09.04.07, 12 Uhr Ortszeit
Luftdr.: 1028 hPa
Temp.: 22°C
Wind: Ostsüdost; 2 Bft

Heute ist Ostermontag.
Den gestrigen Tag haben wir, wie es sich gehört, feiertagsmäßig verbracht.
Marius hat einen Obststreuselkuchen gebacken und Steffen hat ein schönes Weißbrot hergestellt.
Zum Feiertag kamen Grüße für Marius per SMS.
Seine Frau wird ihn sicher sehr vermissen.
Das kann ich mir denken.
Marius ist so etwas wie der gute Geist an Bord. Unaufdringlich achtet er darauf, dass in der Kombüse alles läuft.
Auch nach den oppulenten Mahlzeiten ist immer nach kürzester Zeit alles wieder aufgeräumt.
Sein Capuchino ist mittlerweile schon legendär.
Kein Wunder das er zu Hause eine schwer zu schließende Lücke hinterlassen hat.
Gestern abend sprach mich Marius auf ein immer größer werdendes Problem an: STEFFEN!!!
Wir machen uns große Sorgen um Steffen. Steffen ist unser "Benjamin". Es ist selten, dass sich junge Leute in Steffens Alter eine so anspruchsvolle Reise freiwillig antun. Deshalb habe ich Steffen auch immer besonders im Blick.
Bisher hat er sich auch nur einen Fehler erlaubt. Er ist, vor lauter Aufregung und Vorfreude(sagt er), einen Tag früher ab Karlsruhe gestartet.
In Paris mußte er dann auf mich warten, weil der Flieger zum Glück nicht früher gestartet ist.
An sich ist das alles nicht weiter dramatisch, wenn
nicht der Umstand gewesen wäre, dass Steffen mein Bahnticket hatte. Naja, die dabei erworbenen Minuspunkte hat er inzwischen wieder abgearbeitet und Steffen wurde im bisherigen Reiseverlauf zum Quell täglicher Freude mit seiner positiven, immer lustigen und aufrichtigen Lebenseinstellung. Steffen ist einfach ein lieber Mensch, kurz, der Traum jeder Schwiegermutter (und Schwiegervaters und Mädels soweit bekannt, wieder zu haben).
Auch mich beeindruckt Steffen, nicht nur wegen seines ausgeglichenen und freundlichen Charakters, sondern ganz besonders, wie hart er momentan mit sich und seinem schwerem, gesundheitlichem und persönlichem Problem umgeht.
Man lernt den Menschen in solch schweren Situationen am besten kennen und ich bin mir sicher, dass Steffen, wenn er dieses Phase überwunden hat, eine glänzende Laufbahn vor sich hat. Wir, die Crew der "Freya", haben deshalb die größte Hochachtung und bewundern Steffen, wie optimistisch und immer lachend und zu einem Spaß aufgelegt, er mit seiner Situation umgeht.

Das einzige Gute in dieser kritischen Lage ist, dass wir Monika dabei haben.
Monika ist unsere letzte Hoffnung und am besten qualifiziert, Steffen und damit uns alle zu retten. Warum? Monika ist Tierärztin. Steffen muss einen
Bandwurm haben, er frißt uns einfach alles weg!

Um mehr Nahrung heranzuschaffen wird ab heute geangelt und wenn das nicht hilft, werden wir uns, als letzte Alternative, die alten Köder-Fische von den Angelhaken der reichlich ausgelegten Thunfischangeln holen müssen. So
oder oder, wir werden für Steffen durchhalten, ganz nach dem Wahlspruch der Musketiere: "alle für einen, alle für Steffen" oder so ähnlich.
Uns geht es (auch Steffen) allen sehr gut die Stimmung könnte nicht besser sein.

Monika, Steffen, Mathias, Thomas, Marius, Martin und
Hardy



P.S.: Liebe Besucher unseres Liveticker. Leider habe ich die Mail erst heute erhalten. Wie Ihr oben lesen könnt, lag das wohl an der Datenmenge. So habe ich gestern mal nachgefragt und ich habe gleich Antwort erhalten. Also alles im Lot. Am Freitag mehr.

Olaf


Geburtstagskind Monika (05.04.2007 18:00 Uhr)

23° 14' 00'' N 47° 59' 00'' W
Donnerstag, 05.04. 12 Uhr Bordzeit
1020 hPa
Temp.: 26°C
Wind: NW,3Bft.

Die Roßbreiten haben wir hinter uns gelassen. Mit leichtem Nordwest segeln wir mit 6-7 kn Richtung Gibraltar.
Eigentlich hatte ich gestern, der Roßbreiten wegen, mit den Pferdeklopsen gerechnet aber daraus wurde noch nichts, zuerst muß der Kühlschrank geräumt werden bevor wir unsere Pferde-Konserven schlachten.
In einem an Bord befindlichem Tatsachen-Buch von Alan Gurney "Der weiße Kontinent", zitiert der Autor, aus der Sicht von Karibischen Kanibalen, den Geschmack des Fleisches von Weißen.
Die Spanier kommen am schlechtesten weg. Sie sind "zäh und knorpelig", die Engländer
schmeckten besser. Am besten schmeckten den Kannibalen jedoch die Franzosen.
Der Autor vermutet, dass dies mit den Essgewohnheiten an Bord der alten Segelschiffe zusammenhing.
Unser Engländer Martin würde geschmacklich eher wie die Franzosen schmecken.
Auf jeden Fall hatte er gestern, zusammen mit Mathias, ein erstaunlich gutes Abendessen zelibriert. Es gab Hammelkottelets, Knödel und Sauerkraut.

Der Höhepunkt des heutigen Tages: Monika hat Geburtstag.
Wir haben lange gegrübelt, was wir Ihr schenken könnten. Das Problem bestand darin, dass wir erst nach der Abfahrt davon erfahren haben.
Zum Glück hatte Thomas eine gute Idee. Bei derartigen Törns darf ja, wie allgemein bekannt, nur am Geburtstag geduscht werden, denn wir haben wirklich nur Trinkwasser an Bord. Thomas hat Monika im Namen der Mannschaft Seewasserseife und Seewasserchampoo
geschenkt. Jetzt darf Moni einmal auf der Badeplattform mit Eimer und Seewasser unter der Assistenz Ihres Mannes, duschen. Anschließend opfern wir noch max. drei Liter Trinkwasser um das Salz abzuspülen. Monika hat sich sehr gefreut, doch ich glaube es wäre ihr lieber gewesen, wir hätten sie, wie im Raumschiff "Enterprise", auf ein vorüberfliegendes Flugzeug beamen können.

Die Stimmung an Bord ist sehr gut, alle sind wohlauf wir melden uns bald wieder.
Monika, Martin, Mathias, Marius, Steffen, Thomas und
Hardy


2. Eintrag (02.04.2007 18:00 Uhr)

18° 44' 00'' N 50° 48' 00'' W
Datum 02.04.07 12 Uhr Ortzeit
Luftdruck:1023 hPa
Temp.: 26°C

Wir sind in den letzten Tagen recht gut vorangekommen. Die Stimmung ist gut, der Appetit bei allen wieder normal.
Eine leichte Abkühlung von drei Grad Celsius reicht bereits aus, Nachts lange Bekleidung zu tragen.
Gestern haben wir zwei Schiffe gesichtet, morgens eine Segelyacht auf Gegenkurs und abends einen Frachter, der uns überholt hat.
Zu dem Frachter hatten wir Funkkontakt. Dabei hat er uns die aktuellen Wetterdaten übermittelt.
Der Höhepunkt des gestrigen Sonntages war jedoch der hervoragend gelungene Kuchen den Marius gebacken hat. Zur Zeit sind wir bei moderaten Nordostwind auf Ostkurs und kommen ganz gut voran.
Wenn die Windverhältnisse so bleiben, werden wir noch zwei- drei Tage auf dieser Breite bleiben und dann einen
Schlag nach Norden machen.

Wir melden uns dann wieder
Marius, Monika, Martin, Mathias, Steffen, Thomas und Hardy


1. Meldung von Unterwegs (30.03.2007 18:00 Uhr)

18° 14' 00'' N 56° 50' 00'' W
12 Uhr Bordzeit (18 Uhr Mesz)
Wind: Süd 1-2 Bft.
Temp: 28°C
Luftfeuchtigkeit: 73%
Luftdruck: 1018 hPa

Die geplante Reiserute führt nach Möglichkeit direkt nach Gibraltar. Auf
Grund der Jahrzeit möchte ich nicht zu weit Richtung Norden segeln. Die
direkte Route erfordert allerdings eine größere Treibstoffreserve. Wir haben
zu den etwa 200l Tankinhalt noch etwa 500l Diesel in Kanistern mitgenommen.
Wenn die Maschine benötigt wird, lasse ich sie mit kleiner Drehzahl, bei
etwa 1200 Umdr. pro Min., mitlaufen.Mit einem Verbrauch von ca. 2l/h können
wir so, notfalls etwa ein Drittel der Gesamtstrecke, mit Maschine
zurücklegen.
Seit gestern läuft die Maschine mit.
Langsam kehrt nach einer Eingewöhnungszeit der Bordalltag ein. Die Crew ist
gesund und munter die Stimmung gut. Thomas hat heute morgen im ersten
Regenschauer geduscht. Jetzt muss er mit unserem Geruch klarkommen.

Wir melden uns am Montag wieder.
Hardy, Monika, Martin, Thomas, Mathias, Steffen und Marius


Die erste Etappe über den Atlantik (27.03.2007 11:40 Uhr)

14° 26' 42'' N 60° 54' 00'' W
heute werden wir ab Martinique starten. Am Wochenende war das Schiff in der Werft.
Dort wurde das Unterwasserschiff gereinigt und neues Antifouling aufgebracht.
Am Montagmittag ging das Schiff zurück ins Wasser.
Seit gestern ist die Crew komplett. Es war gut, dass alle beim Einkauf und Verstauen des Proviantberges helfen konnten ( und mussten). Für immerhin dreißig Tage haben wir Proviant an Bord geladen. Dazu gehören unter anderem 500 l Wasser in Flaschen, Konserven mit Fleisch, Gemüse, Obst, Brot, Mehl, Teigwaren, Reis Kartoffeln und vieles mehr und als ganz besonderen Leckerbissen acht Pferdeklopse der Segelkameradschaft von Marius und Thomas. Na mal sehen wie die Dinger schmecken oder ob wir die Beiden, stellvertretend für ihre Segelkameraden, kielholen müssen. Es ist immer wieder erstaunlich, wie eine solche Menge Lebensmittel in irgendeinem Loch auf dem kleinen Schiff einen Platz findet. Sogar den Kettenkasten haben wir diesmal als Stauraum benötigt. Insgesamt dürften wir über eine Tonne Getränke und Lebensmittel geladen haben.

Es ist jetzt elf Uhr vierzig Ortszeit. Dreizehn Uhr werden wir auslaufen. Der Wind ist für die nächsten Tage sehr günstig, Südost bis Ost, so dass wir direkten Kurs anlegen können.

Die nächsten Nachrichten versenden wir, falls die Technik funktioniert, in drei bis vier Tagen. Für die Angehörigen unserer Mitsegler noch eine wichtige Info: Auch wenn Ihr über einen längeren Zeitraum keine Nachricht erhalten solltet, solange Ihr nichts Schlechtes von uns hört, ist alles Bestens, wir haben für den absoluten Notfall eine GPS Seenotboje an Bord.

Bis bald, die noch positiv eingestellte Crew der Freya

Monika, Martin, Mathias, Marius, Thomas, Steffen und Hardy

Aktualisiert: 08. Juli 2009 14:42 Uhr